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Der Sieger: Critical Mass und ihr Projekt Kidical Mass

Die Initiative Critical Mass und ihr Projekt Kidical Mass gewinnt den Familienfreundlichkeitspreis 2021 der Stadt Pforzheim. „Mit ihrem Einsatz für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur in Pforzheim agieren sie im Sinne von Familien und vor allem Kindern“, sagt Carola Pigisch von der Koordinierungsstelle Familienfreundliche Stadt der Stadt Pforzheim. „Die Initiatoren haben es mit zähem Engagement geschafft, mittlerweile zur Stimme der Fahrradfahrer und des Radverkehrs zu werden. Sie sind im politischen Raum etabliert und gut vernetzt.“ Die Entscheidung sei der dreiköpfigen Jury auch dieses Jahr nicht leichtgefallen, so Pigisch. "Auch all die anderen Nominierten setzen sich sehr für Familien in Pforzheim ein und hätten einen Preis verdient."

Dass ihr Kampf für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur viele Seiten hat, erklärt Marthe Soncourt von der Critical Mass: "Wir wollen, dass Kinder allein in die Schule fahren können und das leidige Thema der Elterntaxis endlich der Vergangenheit angehört. Dafür brauchen wir auf Schulwegen im Idealfall baulich abgetrennte Radwege, denn nur so ist sichergestellt, dass Kinder sicher fahren können. Aber auch Erwachsene fahren lieber Fahrrad, wenn es sichere Radwege gibt. Und jeder Erwachsene auf dem Fahrrad bedeutet ein Auto weniger auf den Straßen. Und damit weniger Abgase, weniger Lärm und weniger Parkfläche." Der Familienfreundlichkeitspreis sporne sie an, weiterzumachen. 

Oberbürgermeister Peter Boch dankte den Initiatoren für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Sie hätten es in kurzer Zeit geschafft, die Stimme der Radfahrer in der Stadt zu werden. "Prinzipiell verfolgen wir dasselbe Ziel", sagte OB Boch anlässlich der Preisübergabe. "Auch die Stadtverwaltung möchte das Radwegenetz ausbauen. Mit dem E-Bike ist auch in Pforzheim das Fahrrad eine echte Alternative zum Auto geworden, vor allem für Familien."

Der Familienfreundlichkeitspreis der Stadt ist mit 2000 Euro dotiert und wird vergeben an Institutionen oder Personen aus Pforzheim, die sich für Familienfreundlichkeit in der Stadt engagieren. Die Auszeichnung wurde im Jahr 2018 von Bürgermedaillenträger Waldemar Meser ins Leben gerufen. Symbol ist ein Wanderpokal, der jedes Jahr von Preisträger zu Preisträger weitergereicht wird. Bisherige Preisträger waren der Verein BiSa (Bürger in Schulen aktiv), die Junior Ranger im Wildpark und der Wartbergbadförderverein.

Auswahlverfahren des Familienfreundlichkeitspreises

Pforzheims Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, Personen oder Einrichtungen für den Familienfreundlichkeitspreis vorzuschlagen. Die Auszeihnung ist mit 2000 Euro dotiert und soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf herausragende Leistungen zugunsten von Familie lenken. 

Die Vorschläge werden von der Jury gesichtet, es wird eine Vorauswahl getroffen und die Einrichtungen oder Personen werden von der Jury besucht. 

Die Jury besteht aus Vertretern der Koordinierungsstelle Familienfreundliche Stadt, Vertretern des Bündnis für Familie und dem Vorjahressieger.

Prämiert werden:

  • besonderes ehrenamtliches Engagement sowie
  • Ideen, die Impulse für mehr Familienfreundlichkeit geben oder zur Nachahmung anregen
  • und die Pforzheimer Familien zu Gute kommen
  • Institutionen oder Personen, die in Pforzheim ansässig sind